BVB

BVB

Montag, 22. Februar 2016

0:1

Bayer 04 Leverkusen - BVB

 

0:1

Pressekonferenz

Bayer Leverkusen - BVB

Interview

Sven Bender

1:0

Aubameyang entscheidet 

Duell mit der Werkself

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Borussia Dortmund bleibt auch nach dem 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf Champions-League-Kurs. Bei Bayer Leverkusen gewann der BVB nach einer intensiven Partie mit 1:0 (0:0) und baute den Vorsprung auf den Tabellenvierten damit auf 16 Punkte aus. Auch Hertha BSC auf Platz drei liegt nun schon 15 Punkte hinter den Schwarzgelben.

30.210 Zuschauer in der ausverkauften BayArena wurden Zeugen einer an Chancen armen, von der Taktik geprägten ersten Halbzeit, in der sich beide Teams größtenteils neutralisierten. Aubameyang vergab kurz vor der Pause die größte Chance (45.+2). Auch danach änderte sich am Spielgeschehen zunächst wenig. Der BVB nutzte aber einen blitzsauber vorgetragenen Konter zur Führung durch Aubameyang (64.). Nach einer Spielunterbrechung von etwa 10 Minuten, weil es nach dem Tor zu Diskussionen zwischen dem Schiedsrichter und der Leverkusener Bank gekommen war, drückte die Werkself auf den Ausgleich. Der BVB aber behielt die Oberhand.

Ausgangslage:
„Die Mannschaft verfügt über eine hohe individuelle Qualität und ihren eigenen Stil – einen sehr intensiven“, charakterisiert Thomas Tuchel vor der Partie den Gegner. Er erwartete ein Spiel auf höchstem Niveau: „Leverkusen spielt im Moment mit viel Vertrauen und mit viel Mut.“ Borussia verlor nur zwei der letzten zehn bzw. drei der letzten 17 Bundesliga-Spiele gegen Bayer (alle zuhause) und war seit 2007 ohne Niederlage in Leverkusen.
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Bender, der hier Anweisungen von Thomas Tuchel bekommt, 
war wieder an Bord und in der Startelf.
Personalien:
Erstmals seit langer Zeit hatte der BVB keinen einzigen verletzten Spieler im Kader zu beklagen. Allerdings fiel Gündogan mit grippalem Infekt aus. Mit fünf Wechseln reagierte Thomas Tuchel auf das intensive Spiel am Donnerstag gegen den FC Porto: Pulisic stand erstmals in der Bundesliga in der Startelf, auch Bender, Durm und Ginter kamen neu ins Team. Außerdem spielte Leitner erstmals in dieser Saison von Beginn an. Leverkusen fehlten Aranguiz und Bender (beide Aufbautraining).
 
Taktik:
Borussia Dortmund agierte in einem interessanten, sehr variablen 4-3-3-System, in dem Leitner gegen den Ball immer wieder aus dem Mittelfeld auf den linken Flügel auswich. Pulisic zog sich dann auf der linken Seite eine Position nach hinten zurück, um Durm gegen die agilen Jedvaj und Mehmedi zu unterstützen. Leverkusen stellte dem eine klassische 4-4-2-Grundordnung entgegen, in der Chicharito sich aber immer wieder aus der Spitze ins Mittelfeld zurückfallen ließ, um sich dort die Bälle abzuholen. 
 
Spielverlauf & Analyse:
Beide Mannschaften brauchten eine ganze Weile, um in die Partie zu finden. Nach anfänglichem Abtasten war die erste Halbzeit von einigen Unkonzentriertheiten und immer wieder von einfachen Ballverlusten geprägt. Die Partie spielte sich größtenteils im Mittelfeld ab, gerade der letzte Ball in die Spitze landete sowohl beim BVB als auch bei Bayer 04 häufig in den Beinen des Gegners. 

Wo beim BVB Mkhitaryan nach sieben Minuten von einem missglückten Abschlag von Leno profitierte, den Ball an der Strafraumkante abfing, aber nicht rechtzeitig unter Kontrolle bringen konnte, war es auf der anderen Seite Bellarabi, der einen Ball von Bürki – den Chicharito zuvor gehörig unter Druck gesetzt hatte – abfing, schlussendlich aber trotzdem in der Abwehr der Westfalen hängen blieb (16.).

 

Aubameyang trifft nach Konter zur Führung

Die einzigen nennenswerten Szenen bis zur 29. Minute, als Mkhitaryan Aubameyang in den Strafraum schickte, Wendell und Leno den Gabuner aber gemeinschaftlich stoppen konnten. Auf der anderen Seite kam Toprak nach einer Ecke aus elf Metern zum Schuss, der aber in Bürkis Armen landete. Kurz vor der Pause vergab Aubameyang dann die größte Chance des ersten Durchgangs, als er nach Zuspiel von Leitner und Pulisic aus acht Metern knapp links am Tor vorbeischoss (45.+2).
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Bender und Hummels im Kopfballduell mit Kießling.
Thomas Tuchel brachte mit Beginn der zweiten Halbzeit Reus für Pulisic in die Partie, der auch gleich für Schwng sorgte, als er einen Pass von Aubameyang nur um Millimeter verpasste (47.). Auf der anderen Seite war es Bellarabi, der nach Doppelpass mit Chicharito aus 15 Metern abschloss – Bürki parierte klasse (51.). Auch danach war das Spiel von der Taktik geprägt (BVB stellte um auf Dreierkette), und keine Mannschaft konnte sich ein richtiges Übergewicht erspielen, doch der BVB blieb dran – und kam zur Führung!

Ginter schaltete nach 64 Minuten nach einem Foul am schnellsten und leitete mit einem schnell ausgeführten Freistoß 30 Meter vor dem eigenen Tor den Konter ein. Reus nahm die Kugel mit Tempo auf, leitete zu Durm auf der linken Seite weiter, der im Strafraum quer zu Aubameyang legte. Der Gabuner musste nur noch einschieben und erzielte damit seinen 21. Saisontreffer (64.).

 

Bayer drückt auf den Ausgleich

Kurz darauf wurde es kurios. Schiedsrichter Felix Zwayer wollte Bayer-Coach Roger Schmidt, der sich nach dem Treffer aufgeregt hatte, auf die Tribüne schicken. Der weigerte sich jedoch, so dass Zwayer das Spiel für gut 10 Minuten unterbrach und mit beiden Teams in den Katakomben verschwand. Nach Wiederanpfiff kam Bayer Leverkusen dann mit ordentlich Schwung zurück auf den Platz, drückte auf den Ausgleich. Wendell verpasste jedoch nach Ecke und Kopfballverlängerung von Kießling am langen Pfosten um ein Haar (71.), Bürki parierte außerdem stark gegen Bellarabi (83.), und Chicharito bekam die Kugel aus elf Metern nicht im Tor unter (90.+2).

Der BVB jedoch ließ sich nicht beirren, auch nicht von der verletzungsbedingten Auswechslung von Sokratis (75.), und hielt dem Leverkusener Dauerdruck bis zum Schlusspfiff stand. Reus vergab sogar zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit freistehend vor Leno die Möglichkeit, alles klar zu machen.

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Fußball-Bundesliga, 22. Spieltag
 
BAYER LEVERKUSEN – BORUSSIA DORTMUND 0:1 (0:0)
 
Bayer Leverkusen: Leno – Jedvaj, Tah, Toprak, Wendell – Kramer, Kampl –Mehmedi, Bellarabi – Kießling, Chicharito
 
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Hummels, Durm – Bender – Ginter, Leitner – Mkhitaryan, Aubameyang, Pulisic
 
Einwechselungen: 46. Papadopoulos und Ramalho für Toprak und Kampl – 46. Reus für Pulisic, 68. Weigl für Bender, 76. Subotic für Sokratis
 
Bank: Kresic, Hilbert, Brandt, Kruse, Frey – Weidenfeller, Ramos, Kagawa, Schmelzer
 
Tor: 0:1 Aubameyang (64., Durm)
 
Eckstöße: 8:1 (Halbzeit 2:1), Chancenverhältnis: 3:3 (0:1)
 
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin), Gelbe Karten: Kampl, Chicharito, Papadopoulos, Bellarabi, Kießling, Wendell – Durm. Bes. Vork.: Zwayer unterbricht das Spiel für 11 Minuten, da Bayer-Trainer Schmidt nach dem 0:1 den Gang auf die Tribüne verweigert
 
Zuschauer: 30.210 (ausverkauft), Wetter: bedeckt, 12 Grad

Samstag, 20. Februar 2016

BVB total!

Feiertagsmagazin

Moritz Leitner
 

Pressekonferenz

Bayer Leverkusen - BVB

2:0

Euro League

BVB - FC Porto

Freitag, 19. Februar 2016

2:0 

Euro League

BVB - FC Porto

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Borussia Dortmund hat sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche beim FC Porto geschaffen: Im heimischen Signal Iduna Park gewann der BVB gegen das portugiesische Spitzenteam mit 2:0 (1:0).

Vor 65.851 Zuschauern gab es bereits vor dem Anpfiff den ersten Höhepunkt – durch die sensationelle Choreografie der Fans auf der Südtribüne. Im Spiel ging es dann gleich furios weiter: Lukasz Piszczek brachte die Schwarzgelben bereits in der sechsten Minute mit einem Kopfball im Nachsetzen in Führung. In der zweiten Hälfte sorgte Marco Reus für den 2:0-Endstand (71.). Der BVB hätte sogar noch höher gewinnen können, scheiterte aber zwei Mal am Pfosten (Schmelzer/28., Mkhitaryan/85.). 

Ausgangslage:
Nachdem der BVB in der Gruppenphase „nur“ als Zweiter in die K.o.-Runde eingezogen war, wartete in der Zwischenrunde mit dem FC Porto ein dicker Brocken. Die Portugiesen waren als bester Gruppendritter aus der UEFA Champions League in die UEFA Europa League abgestiegen. „Wir haben es uns in der Gruppenphase eingebrockt, dass wir jetzt schon auf Porto treffen. Jetzt haben wir es mit einem Gegner zu tun, der die Europa League gewinnen kann“, sagte Marcel Schmelzer vor der Partie. Wichtig sei es, mit Eintritt in die K.o.-Phase „die richtige Einstellung zu diesem Wettbewerb zu finden“, forderte Thomas Tuchel. Mit Blick auf die Statistik konnte der BVB mit einem Heimsieg den Grundstein für ein Weiterkommen legen. Denn bislang gewann die Borussia 15 Mal zu Hause ein Hinspiel - nur einmal reichte dies nicht für die nächste Runde.
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Nach 355 Tagen Zwangspause wieder dabei: Nuri Sahin.
Personalien:
Erstmals seit dem 28. Februar 2015 und damit nach 355 Tagen Zwangspause stand Nuri Sahin wieder auf dem Rasen! Der Mittelfeldspieler sollte gemeinsam mit Henrikh Mkhitaryan auf den Halbpositionen die Schwungräder drehen. Verzichten musste Trainer Thomas Tuchel gegen den FC Porto auf Ilkay Gündogan und Roman Weidenfeller (beide Infekt). Gegenüber dem Ligaspiel gegen Hannover (1:0) gab es noch drei weitere Wechsel: Neben Sahin (für Gündogan im Team) begannen Julian Weigl anstelle von Matthias Ginter, Sokratis für Neven Subotic und Pierre-Emerick Aubameyang anstelle von Gonzalo Castro, der nicht im Kader war.
 
Taktik:
Borussia agierte wie gewohnt in einer 4-3-3-Grundordnung, im Mittelfeld mit Weigl als zentralem Defensivspieler, davor halblinks Sahin und noch etwas weiter vorn postiert Kagawa auf der halbrechten Seite. Porto war in einem 4-4-2 aufgereiht, wobei der zweite Stürmer, Marega, nur dann zentral agierte, wenn der BVB in Ballbesitz war. Ansonsten wich er auf die rechte Seite aus. Im Aufbau ließ sich Ruben Neves tief fallen.
 
Spielverlauf und Analyse:
Besser kann man nicht in ein Spiel starten: Die Borussia war von Beginn an die dominante Mannschaft und belohnte sich früh mit dem 1:0 (6.). Nach einer kurz ausgeführten Ecke von Mkhitaryan und Kagawa flankte der Armenier in die Mitte, am Fünfmeterraum stand Piszczek, der per Fuß an Portos Schlussmann Casillas scheiterte, im Nachsetzen aber per Kopf zur frühen Führung vollendete.
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Aubameyang stand gegen den FC Porto wieder in der Startelf.
Die 1:0 gab natürlich weiter Sicherheit. Dementsprechend drückte das Tuchel-Team der Partie einen schwarzgelben Stempel auf. Irre, wie viele Balleroberungen gegen den FC Porto möglich waren, Wahnsinn, wie schnell das Umschaltspiel funktionierte, während die Defensive sicher stand.

Nach einer halben Stunde hatte der BVB eine blitzsaubere Partie abgeliefert, während der Dritte der portugiesischen Liga offensiv nicht stattfand, keinen gefährlichen Abschluss verbuchen konnte und sich tief stehend stattdessen hinten einigelte. Mit ein wenig Glück hätte die Borussia die Führung sogar noch zur Pause ausbauen können, Schmelzer scheiterte aus extrem spitzen Winkel aber am Pfosten (28.), und Kagawa rutschte aus zentraler Position im Strafraum weg, so dass sein Schuss rechts am Kasten vorbeiging (32.). Nach 45 Minuten registrierten die Statistiker 8:2 Torschüsse aus Dortmunder Sicht. Der Einzige, der aufs Tor ging, war drin...

 

Stehende Ovationen für Nuri Sahin

In der zweiten Hälfte begann das Duell mit dem FC Porto nicht so furios. Knappe 15 Minuten passierte nichts. Dann ging es wieder hoch her. Erst wurde Nuri Sahin bei seiner Auswechselung (für ihn kam Leitner) frenetisch gefeiert (57.), dann hatte Portos Varela mehr Glück als Verstand, als er Marco Reus rüde umsenste (58.). Statt Gelb wäre hier durchaus auch Rot vertretbar gewesen. Reus musste behandelt werden, konnte aber weitermachen.

In der 64. Minute hatte Leitner eine Klasse-Aktion: Der 23-Jährige chippte den Ball über die gegnerische Abwehr in den Lauf von Kagawa, der Volleyschuss des Japaners misslang genauso wie der Nachschuss von Reus. Kurze Zeit später machten es beide aber besser: Kagawa behauptete das Leder sehenswert gegen zwei Portugiesen, legte ab zu Mkhitaryan, der wiederum spielte zu Reus - und schon stand es 2:0 (71.). Die hochverdiente Zwei-Tore-Führung gegen viel zu passiv auftretende Gäste.

 

Mkhitaryan köpft an den Pfosten

Selbst bei einem 0:2-Rückstand machte der FC Porto kaum Anstalten, nach vorne zu spielen. Es wirkte so, als seien die Portugiesen mit dem Spiel und dem Ergebnis völlig zufrieden. Der BVB überstand die Schlussphase daher auch relativ problemlos, wobei es selbst nur noch selten gelang, Räume zu finden, um gefährlich abzuschließen. Ausnahmen: Kagawas Schuss aus halblinker Position im Strafraum, den Casillas reaktionsschnell abwehrte (84.) und Mkhitaryans Kopfball an den linken Pfosten (85.). Die letzte Szene der Partie gehörte dann sogar dem FC Porto: Bürki parierte jedoch gegen Suk (89.) – es war die erste und einzige Chance der Gäste.

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UEFA Europa League, Round of 32
 
BORUSSIA DORTMUND – FC PORTO 2:0 (1:0)
 
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Weigl – Kagawa, Sahin – Mkhitaryan, Aubameyang, Reus
 
FC Porto: Casillas – Varela, Layun, Martins Indi, José Angel – Herrera, Ruben Neves, Oliveira, Brahimi – Marega, Aboubakar
 
Einwechselungen: 58. Leitner für Sahin, 86. Pulisic und Ginter für Reus und Kagawa – 59. André André für Brahimi, 76. Evandro für Sérgio Oliveira, 87. Suk für Aboubakar
 
Bank: Bonmann, Subotic, Ramos, Durm – Helton, Corona, Ramos
 
Tore: 1:0 Piszczek (6., Mkhitaryan), 2:0 Reus (71., Mkhitaryan)
 
Eckstöße: 3:2 (Halbzeit 3:1), Chancenverhältnis: 7:1 (3:0)
 
Schiedsrichter: Banti (ITA), Gelbe Karten: – Varela, Evandro, Suk
 
Zuschauer: 65.851 (ausverkauft), Wetter: trocken, 2 Grad 

Euro League

Choreo 

Borussia Dortmund - FC Porto

18th February 2016 

 

  

Samstag, 13. Februar 2016

1:0

Pressekonferenz

BVB - Hannover 96

Interview

Ilkay Gündogan

1:0

Mkhitaryan 

bricht gegen 96 den Bann

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Mühsam, aber am Ende verdient hat Borussia Dortmund am 21. Spieltag die nächste Hürde in der Fußball-Bundesliga genommen. Mit 1:0 (0:0) besiegte das Team von Thomas Tuchel Hannover 96 und stellte damit ganz nebenbei einen neuen Vereinsrekord auf: Neun von zehn Bundesliga-Heimspielen konnte der BVB in dieser Saison gewinnen.

Vor 80.900 Zuschauern im beinahe ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK dominierte der BVB eine alles in allem zähe erste Halbzeit, scheiterte aber mehrfach am bärenstark aufgelegten Zieler im Tor der 96er. Reus hämmerte zudem einen Freistoß an die Latte. Nach der Pause erhöhte Borussia weiter den Druck und kam durch Mkhitaryan folgerichtig zur lange verdienten Führung (57.), die man im Anschluss locker über die Zeit brachte.

Ausgangslage:
Zweiter gegen Letzter. Der BVB gewann fünf der letzten sechs Duelle gegen Hannover und blieb nur in einem der letzten 20 Aufeinandertreffen torlos – letzte Saison bei der 0:1-Heimniederlage. Das Hinspiel in Hannover konnten die Schwarzgelben am 4. Spieltag mit 4:2 für sich entscheiden.
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Gündogan zog wie gewohnt die Strippen im Mittelfeld des BVB.
Personalien:
Bender (zurück im Mannschaftstraining) und Sahin (Rückstand) fehlten weiterhin. Auch Aubameyang, der im Pokal in Stuttgart einen Schlag auf den Fuß bekommen hatte, war nicht an Bord. Thomas Tuchel nahm drei Änderungen in der Startelf vor: In der Abwehr begann Subotic statt Sokratis (Bank), zudem spielte Castro für Durm (Bank) und Kagawa für Aubameyang. Bei Hannover waren Sorg (Innenbanddehnung im Knie), Andreasen (Knöchelstauchung), Benschop (Knie-OP), Hugo Almeida (Rücken), Wolf (Rückstand nach Faserriss), Schulz (Magen-Darm-Infekt) und Szalai (Faserriss) nicht dabei.
 
Taktik:
Trotz der personellen Wechsel lief der BVB wie gewohnt in einem 4-3-3-System auf. Castro stürmte über den linken Flügel, Mkhitaryan (in Stuttgart noch im Mittelfeld aufgeboten) wieder über Rechtsaußen und Reus erneut im Angriffszentrum. Hannover agierte aus einer 4-1-4-1-Grundordnung, wobei in der zweiten Viererreihe Sané (halbrechts) und Bech (links) etwas vorgezogen agierten.
 
Spielverlauf & Analyse:
Die Schwarzgelben übernahmen von Beginn an die Kontrolle der Partie und verzeichneten nach neun Minuten die erste ganz dicke Gelegenheit, als Reus eine Flanke von Piszczek aus kurzer Distanz aufs Tor drückte, Zieler aber mit überragendem Reflex parierte und seine Mannschaft im Spiel hielt. Sieben Minuten später war es nicht der 96-Keeper, sondern das Aluminium, welches Hannover rettete, denn Reus drosch einen Freistoß aus etwa 18 Metern an die Latte.
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Castro kehrte für Durm in die Startelf zurück und kam über links.
Der Tabellenzweite wurde seiner Favoritenrolle auch danach gerecht, ließ weitere Möglichkeiten folgen: Zieler rettete im letzten Moment vor Castro (19.) und vereitelte einen weiteren Reus-Freistoß, aus ähnlicher Position wie zuvor (28.). Auch Schmelzers Aufsetzer aus 20 Metern hielt Hannovers Torwart sicher (31.), ein weiterer Abschluss des Linksverteidigers aus extrem spitzem Winkel segelte haarscharf am Gehäuse vorbei (38.). Zieler parierte zudem einen Schlenzer von Gündogan erstklassig (44.). Trotz drückender Überlegenheit (69 Prozent Ballbesitz) wollte der Borussia aber bis zur Pause kein Tor gelingen. Hannover trat auf der anderen Seite, mit Ausnahme eines gefährlichen Kopfballs von Hoffmann, den Bürki parierte (42.), offensiv überhaupt nicht in Erscheinung.

 

BVB bleibt bis zum Ende souverän

Auch in der zweiten Halbzeit präsentierte sich Borussia Dortmund deutlich stärker als Hannover und kam durch Gündogan nach 54 Minuten zur ersten Chance. Der Nationalspieler verzog aber von der Strafraumkante knapp über das Tor. Gegen leidenschaftlich kämpfende Niedersachsen erhöhte das Team von Thomas Tuchel dann aber peu a peu den Druck – und nach 57 Minuten war der Bann endlich gebrochen.

Aus einem Hannoveraner Angriff heraus resultierte die längst fällige BVB-Führung: Gündogan fing den Ball ab, passte aus der eigenen Hälfte zu Reus, der zu Mkhitaryan auf der linken Seite weiterleitete. Der Armenier nahm Speed auf, zog am Strafraum des Gegners in die Mitte und schloss aus 17 Metern toll ins rechte untere Eck zum 1:0 ab. Die Schwarzgelben verwalteten das Spiel danach klug, und Hannover schaffte es nicht mehr, in die Partie zurückzufinden. Stattdessen hätte Reus aus spitzem Winkel (74.) erhöhen können, scheiterte aber wieder an Zieler.

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Fußball-Bundesliga, 21. Spieltag
 
BORUSSIA DORTMUND – HANNOVER 96 1:0 (0:0)
 
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer – Ginter – Gündogan, Kagawa – Castro, Reus, Mkhitaryan
 
Hannover 96: Zieler – Sakai, Gülselam, Milosevic, Albornoz – Hoffmann – Karaman, Sané, Prib, Bech – Sobiech
 
Einwechselungen: 64. Pulisic für Castro, 75. Weigl und Durm für Ginter und Mkhitaryan – 72. Saint-Maximin für Prib
 
Bank: Weidenfeller, Sokratis, Ramos, Leitner – Tschauner, Anton, Felipe, Fossum, Schmiedebach, Yamaguchi
 
Tor: 1:0 Mkhitaryan (57., Reus)
 
Eckstöße: 9:3 (Halbzeit 3:3), Chancenverhältnis: 5:1 (3:1)
 
Schiedsrichter: Perl (Pullach), Gelbe Karten: Kagawa – Prib
 
Zuschauer: 80.900, Wetter: Regen, 6 Grad

BVB total!

Feiertagsmagazin

Erik Durm

 

Pressekonferenz

BVB - Hannover 96

 

Freitag, 12. Februar 2016

Interview

Marco Reus

3:1
DFB-Pokal
BVB - Stuttgart
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Geschafft! Borussia Dortmund hat durch einen verdienten, aber ungefährdeten 3:1 (2:1)-Auswärtserfolg beim VfB Stuttgart zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren das Halbfinale des DFB-Vereinspokals erreicht. Es war ein Pokalfight, wie er im Buche steht, in dem Stuttgart bis zum Ende alles aufbot, der BVB aber standhielt und spät für die Entscheidung sorgte.

Vor 46.500 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena zeigten beide Mannschaften ein interessantes und offenes Pokalspiel, in dem der BVB die bessere Mannschaft war, aber nach Reus' frühem 1:0 (5.) den Ausgleich durch Rupp hinnehmen musste (21.). Aubameyang sorgte vor der Pause für die neuerliche Führung (31.). Danach entwickelte sich ein spannender, intensiver Pokalfight, in dem Mkhitaryan das späte 3:1 markierte (89.).

Ausgangslage:
„Jetzt in dieser Phase gegen Stuttgart zu spielen, in der sie das komplett ausschöpfen und ihr Spiel in der Waage haben, defensiv wie offensiv, ist das sehr schwer“, erklärte Thomas Tuchel vor dem Spiel mit Blick auf den Gegner, der in der Bundesliga nach magerer Hinrunde mit zuletzt vier Siegen und sechs ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie wieder überzeugt hatte. Im DFB-Pokal war es das fünfte Aufeinandertreffen des BVB mit dem VfB. Bislang war immer die Heimmannschaft als Sieger vom Platz gegangen: Zwei Mal gewannen die Schwaben (zuletzt 1998), zwei Mal siegten die Westfalen (zuletzt 1989). In der Liga konnten die Schwarzgelben Ende November deutlich mit 4:1 gewinnen - die bis dato letzte Niederlage der Mannschaft von Jürgen Kramny.
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Hummels führte den BVB als Kapitän aufs Feld.
Personalien:
BVB-Coach Thomas Tuchel musste lediglich auf Sahin (Trainingsrückstand) verzichten und rotierte im Vergleich zum 0:0 bei Hertha BSC am letzten Samstag auf zwei Positionen: Ginter und Durm ersetzten Weigl und Castro in der Startformation der Schwarzgelben. Der VfB musste ohne Barba (Muskelbündelriss) und Ginczek (Trainingsrückstand) auskommen, die Ex-Borussen Großkreutz und Langerak standen in der Anfangsformation.
 
Taktik:
Der VfB Stuttgart lief in einer 4-1-4-1-Grundordnung mit Dié als zentralem Defensivspieler auf. Gegen den Ball löste sich Didavi aus der Mittelfeldreihe, um gemeinsam mit Kravets Hummels zuzustellen und das Aufbauspiel der Borussen Richtung Außenpositionen zu drängen. Im 4-3-3 des BVB rückte Mkhitaryan auf die linke Halbposition und damit auf eine Höhe mit Gündogan. Im Angriff kam Durm über die linke Seite und fütterte von dort Reus oder Aubameyang, die immer wieder von Rechtsaußen ins Zentrum rochierten, mit scharfen Hereingaben.
 
Spielverlauf & Analyse:
Trotz strömenden Regens und seifigem, äußerst tiefem Geläuf kam der BVB exzellent aus den Startlöchern. Gleich der erste Torschuss zappelte nach gerade fünf Minuten im Netz. Mkhitaryan bekam an der Strafraumkante nach zu kurzer Abwehr von Niedermeier die zweite Chance, passte rechts raus zu Aubameyang, der quer vor das Tor legte. Dort verpasste Gündogan zwar, aber Reus lauerte am langen Pfosten und zimmerte die Kugel aus kurzer Distanz unter die Latte.
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Vor dem Spiel gedachten beide Teams mit einer Schweigeminute den Opfern des tragischen Zugunglücks von Bad Aibling.
Auch danach blieben die Schwarzgelben am Drücker, beschäftigten den VfB mit raffiniertem Aufbauspiel. Besonders Durm zog immer wieder die linke Außenbahn entlang und stellte die rechte Stuttgarter Abwehrseite vor Probleme. So klärte Sunjic eine Flanke des BVB-Spielers im letzten Moment per Kopf vor Reus (11.).

 

Aubameyang kontert Rupp

Auf der anderen Seite reichte den Hausherren eine einzige Chance, um den Spielstand zu egalisieren: Nach einer Ecke bekamen die Borussen den Ball nicht konsequent genug geklärt, so dass Rupp von der Strafraumkante abschließen konnte. Mkhitaryan fälschte beim Versuch, zu klären, unglücklich und unhaltbar für Bürki ab, die Kugel schlug zum 1:1 oben links ein (21.). Reus hätte umgehend die erneute Führung besorgen können, verpasste im Zentrum aber um ein Haar (29.). Halb so wild, denn das erledigte dann Sturmpartner Aubameyang postwendend: Nach Zuspiel von Reus schloss der Gabuner aus 16 Metern trocken ins untere linke Eck zum 2:1 ab (31.). Großkreutz rettete kurz vor der Pause zudem in höchster Not vor dem freistehenden Durm (45.+1).
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Ginter im Kopfballduell mit Kravets.
Auch nach der Pause entwickelte sich eine intensive Partie, in der Reus zum Flugkopfball ansetzte, aber nicht rechtzeitig runterkam (48.), Hummels einen Kopfball nach Mkhitaryan-Ecke nicht präzise genug aufs Tor bringen konnte (51.) und Langerak refelxartig gegen Aubameyang aus spitzem Winkel vereitelte (56.). Trotz des Chancenplus' auf Seiten des BVB war der Ein-Tor-Vorsprung knapp bemessen, denn Stuttgart kam dem Tor der Borussen in kurzen Drangphasen immer wieder gefährlich nahe – zunächst aber, ohne die ganz dicken Chancen herauszuspielen.

Am Ende ging es dann hin und her: Die Schwarzgelben agierten im Strafraumgewühl etwas zu umständlich, so dass Sunjic kurz vor der Linie gegen Reus klären konnte (67.). Kurz darauf verpasste Kostic mit einem Kopfball in Bürkis Arme den Ausgleich für Stuttgart und fackelte wenig später von links ganz knapp drüber (77.). Niedermeier vereitelte auf der anderen Seite mit dem Rücken und mehr Glück als Verstand gegen Mkhitaryan das 3:1 (75.). Außerdem hielt Bürki zweimal klasse gegen Gentner (82./87.).
Sekunden später hatte Mkhitaryan die Entscheidung auf dem Fuß, verzog aber aus kurzer Distanz (88.). Dann machte Stuttgart komplett auf, und die Schwarzgelben nutzten durch einen Konter über Aubameyang die Räume, so dass Mkhitaryan nach Zuspiel des Gabuners für die späte Entscheidung sorgte (89.).

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DFB-Pokal, Viertelfinale
 
VFB STUTTGART – BORUSSIA DORTMUND 1:3 (1:2)
 
VfB Stuttgart: Langerak – Großkreutz, Sunjic, Niedermeier, Insua – Dié – Rupp, Didavi, Gentner, Kostic – Kravets
 
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Ginter – Gündogan, Mkhitaryan - Aubameyang, Reus, Durm
 
Einwechselungen: 68. Harnik für Dié – 77. Leitner für Reus, 86. Kagawa für Gündogan
 
Bank: Tyton, Baumgartl, Klein, Schwaab, Maxim, Tashchy – Weidenfeller, Subotic, Weigl, Castro, Pulisic
 
Tore: 0:1 Reus (5., Aubameyang), 1:1 Rupp (21.), 1:2 Aubameyang (31., Reus), 1:3 Mkhitaryan (89., Aubamyang)
 
Eckstöße: 8:6 (Halbzeit 3:2), Chancenverhältnis: 3:7 (1:2)
 
Schiedsrichter: Stieler (Hamburg), Gelbe Karten: Niedermeier, Großkreutz, Didavi – Sokratis
 
Zuschauer: 46.500, Wetter: heftige Regenfälle, 7 Grad

Montag, 8. Februar 2016

DFB-Pokal

Pressekonferenz 

VfB Stuttgart - BVB

0:0

Pressekonferenz

Hertha BSC - BVB

Interview

Julian Weigl

0:0

BVB bringt Berliner Mauer 

nicht zu Fall

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Borussia Dortmund hat einen weiteren Schritt in Richtung UEFA Champions League gemacht: Bei Hertha BSC spielte der BVB zwar „nur“ 0:0, der Abstand auf Platz drei beträgt aber nach wie vor zehn Punkte.

Vor über 74.245 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion war Schwarzgelb optisch zwar überlegen (66 % Ballbesitz), in der Offensive mangelte es jedoch bei 9:10 Torschüssen an zündenden Ideen, um die Berliner Mauer in der Abwehr zu knacken. Die Herthaner verteidigten leidenschaftlich, blieben trotzdem bei Kontern gefährlich und verdienten sich die Punkteteilung.

Ausgangslage:
Mit dem groben Blick auf die Tabelle war das Duell zwischen dem Tabellendritten und dem -zweiten ein absolutes Spitzenspiel. Wenn man etwas genauer hinschaute, dann relativierte sich dies jedoch angesichts eines Zehn-Punkte-Abstandes zwischen dem BVB und der Berliner Hertha. Im Kampf um die UEFA Champions League konnte Schwarzgelb bei einem Sieg einen „Big-Point“ landen und Rang zwei fast schon festbetonieren. Thomas Tuchel: „Wir können da ein Signal geben, an uns und an die anderen.“ Das Hinspiel gewannen die Dortmunder mit 3:1.
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Lukasz Piszczek kommt vor Berlins Mitchell Weiser an den Ball.
Personalien:
Mit vier personellen Wechseln ging die Borussia ins Spiel bei Hertha BSC: Ilkay Gündogan, Marco Reus, Marcel Schmelzer und Gonzalo Castro, die vor einer Woche beim 2:0 gegen Ingolstadt in der schwarzgelben Startelf gefehlt hatten, waren wieder dabei. Matthias Ginter, Adrian Ramos und Erik Durm saßen auf der Bank, Shinji Kagawa war nicht im Kader. Herthas Trainer Pal Dardai musste auf Per Skjelbred (5. Gelbe) verzichten, für ihn lief Jens Hegeler auf.
 
Taktik:
Im Duell mit der offensivstärksten Mannschaft der Liga verpasste Pal Dardai seiner Elf ein defensiveres Gerüst und ließ sie statt im 4-2-3-1 in einer 4-1-4-1-Grundordnung auflaufen. Auffällig, dass in Kalou der beste Torschütze der Berliner (zehn Saisontreffer) vornehmlich mit defensiven Aufgaben betraut war, um mit seinem Tempo den schnellen Mkhitaryan einzubremsen. Lustenberger spielte zentral hinter der zweiten Viererreihe, aus der sich Darida und zusätzlich mitunter auch Hegeler lösten, um das Aufbauspiel der Borussen (die im gewohnten 4-3-3 agierten), bereits im Ansatz zu torpedieren.
 
Spielverlauf und Analyse:
74.244 Zuschauer - davon fast 20.000 Borussen - sahen eine erste Halbzeit, die äußerst arm an Höhepunkten war. Der BVB verbuchte zwar mehr Ballbesitz (61%), hatte eine gewohnt hohe Passquote (82%), aber nicht mehr im letzten Drittel. Gefährliche Situationen in der Offensive blieben deshalb Mangelware. Gündogans Schuss in der Anfangsphase (8.), der zwei Meter am Kasten vorbeiging, und Hummels Kopfball (33.), den Jarstein entschärfte, waren noch die besten Gelegenheiten.
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Mkhitaryan hatte in der 49. Minute 
die beste Chance zur Dortmunder Führung.
Hertha BSC schien darauf aus, keine Fehler in der Defensive zu machen. Im Angriff hatten die Berliner die dickste Chance in der 21. Minute, als Brooks aus fünf Metern knapp über die Querlatte köpfte. Zuvor war Darida bereits frei zum Schuss gekommen (4.), weil Castros Kopfball-Abwehr zu unpräzise gewesen war. Ansonsten war es eher zäh, was beide Mannschaften bei 4:4 Torschüssen nach 45 Minuten angeboten hatten.

 

Borussia findet die Lücke nicht

Nach dem Seitenwechsel übernahm der BVB die Initiative, präsentierte sich energischer, zweikampfstärker und geduldig. Die Gastgeber, die ein Abwehrbollwerk aufboten, wurden phasenweise in der eigenen Hälfte eingeschnürt, während die Borussen den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren ließen. Das sah gut aus, keine Frage. Die Sache hatte nur einen Haken: Schwarzgelb fand die Lücke nicht, um gefährlich zum Abschluss zu kommen. Bis auf Mkhitaryans Schuss aus der Distanz (49.), der das Tor um einen guten Meter verfehlte, gab es nur wenig.

Nach gut 70 Minuten brachte Thomas Tuchel neue Kräfte: Pulisic kam für Castro (71.) und Ramos für Aubameyang (72.). Die große Chance zur Führung hatte jedoch Hertha: Nach einem Eckball der Dortmunder konterte Berlin blitzschnell, Kalou vergab aber aus 18 Metern Gott sei Dank das 1:0 (77.).

 

Erstmals seit April 2015 ohne Torerfolg

Der BVB zog in den verbleibenden 13 Minuten zwar weiterhin ein Power-Play auf, echte Chancen gab es jedoch nicht mehr. Am Ende blieb es bei einem gerechten 0:0. Für die Borussia war es das erste 0:0 seit dem 14. März 2015 - damals zu Hause gegen den 1. FC Köln. Zum ersten Mal seit dem 4. April 2015 (0:1 gegen die Bayern) blieb Schwarzgelb in der Bundesliga zudem ohne eigenen Torerfolg.

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Fußball-Bundesliga, 20. Spieltag
 
HERTHA BSC – BORUSSIA DORTMUND 0:0 (0:0)
 
Hertha BSC: Jarstein – Weiser, Langkamp, Brooks, Plattenhardt – Lustenberger – Kalou, Darida, Hegeler, Haraguchi – Ibisevic
 
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Weigl – Gündogan, Castro – Reus, Aubameyang, Mkhitaryan
 
Einwechselungen: 71. van den Bergh für Ibisevic, 89. Baumjohann für Kalou, 90. Stark für Hegeler – 71. Pulisic für Castro, 72. Ramos für Aubameyang, 81. Ginter für Reus
 
Bank: Kraft, Pekarik, Stocker, Cigerci – Weidenfeller, Subotic, Leitner, Durm
 
Tore: keine
 
Eckstöße: 3:3 (Halbzeit 1:2), Chancenverhältnis: 3:3 (2:1)
 
Schiedsrichter: Fritz (Korb), Gelbe Karten: – Weigl, Piszczek
 
Zuschauer: 74.244 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 10 Grad